Zwischen Himmel und Träumen |
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Mittwoch - 04. November 2009 - 18:00
Vom Drama und psychologischem Horrorfilm über Tragikomödie und Jugendfilm bis hin zu Literaturverfilmung und TV-Animationsserien- das Spektrum der geförderten Projekte ist groß und zeigt einmal mehr die Kreativität und Vielseitigkeit der hiesigen Filmschaffenden. Gremium 1 der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH), zuständig für Projekte mit Herstellungskosten über 800.000 Euro, förderte in der Sitzung vom 2. November 2009 26 Projekte mit insgesamt 3.573.546 Euro.
Produktionsförderung erhalten acht Spielfilme für das Kino und zwei Fernsehprojekte: Im Mittelpunkt des historischen Dramas DER GANZ GROSSE TRAUM DES KONRAD KOCH (500.000 Euro, Cuckoo Clock Entertainment, Hamburg) steht der junge Englischlehrer Konrad Koch, der 1874 an einem altehrwürdigen Gymnasium in Braunschweig mit unorthodoxen Unterrichtsmethoden seinen Schülern die englische Sprache beibringen möchte. Sein Lehrstil und erst recht die Einführung einer seltsamen neuen Ballsportart, des Fußballspiels, führt zur Kündigung des idealistischen Lehrers. Doch die Gegner haben nicht mit dem sportlichen Widerstand der Schüler gerechnet, die sich für den neuen Fußballsport und für ihren Lehrer einsetzen. Der Hamburger Produzent Raoul Reinert realisiert das Projekt mit seiner Firma Cuckoo Clock Entertainment in Koproduktion mit deutschfilm und Senator Produktion.
Der Film DER HIMMEL HAT ZWEI ECKEN (330.000 Euro, schneider + groos filmproduktion, Hamburg) ist das Kinodebüt Regisseurs Klaus Wirbitzky (DIE PFEFFERKÖRNER, 4 gegen Z, EINE LIEBE IN VENEDIG). Ein Hinterhof ist für die pubertierenden Jungen Niko und Joschi der Himmel: Hier gewinnt ihre Freundschaft mit der Zeit Raum und Tiefe. Der Jugend- und Familienfilm wird komplett in Hamburg gedreht. Mit DUNKEL (250.000 Euro, Wüste Film, Hamburg) realisiert die HMS-Absolventin Alex Schmidt einen psychologischen Horrorfilm als erstes Langfilmprojekt: Verdrängte Schuld und die Angst vor sich selbst treiben die Protagonistin Hanna um, die sich 25 Jahre nach einer schrecklichen Tat der Vergangenheit stellen muss.
In WER WENN NICHT WIR (240.000 Euro, Zero One Film, Berlin) erzählt Andres Veiel (BLACK BOX BRD, DIE SPIELWÜTIGEN) die Liebesgeschichte zwischen dem Schriftsteller Bernward Vesper und der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin, deren Beziehung und späteres Familienleben aufgrund der brisanten politischen Ereignisse Anfang der 70er Jahren tragisch scheitern musste.
Mit POLNISCHE OSTERN (220.000 Euro, Polyphon Film und Fernsehgesellschaft, Hamburg) möchte Jakob Ziemnicki, der gemeinsam mit Katrin Milhan das Drehbuch verfasste, den Zuschauer ermutigen, den Menschen im polnischen Nachbarland unvoreingenommen zu begegnen: Diese Erfahrung macht der Rendsburger Bäckermeister Werner Grabosch, der nach dem Tod seiner Tochter um das Wohl seiner Enkelin Mathilda bangt und dem polnischen Vater das Sorgerecht entziehen will. Er fährt nach Polen zu Mathildas neuer Familie und sieht die Menschen und das Land plötzlich mit ganz anderen Augen. Die Hamburger Riva Filmproduktion hat bereits mehrfach mit internationalen Koproduktionen (u.a. EYES WIDE OPEN, UPPERDOG) auf sich aufmerksam gemacht.
In Zusammenarbeit mit Spanien entsteht nach dem erfolgreichen Debütfilm L’INFLUENZA der zweite Film des spanischen Regisseurs Pedro Aguilera, SCHIFFBRUCH (NAUFRAGIO), der mit 220.000 Euro produktionsgefördert wird.
Die deutsch-australisch-britische Koproduktion LORE (200.000 Euro, Rohfilm, Leipzig) erzählt die Geschichte der 14-jährigen Lore, die sich nach der Kapitulation Deutschlands mit ihren fünf Geschwistern und ohne Eltern von Bayern bis an die deutsche Küste zu ihrer Oma durchschlagen muss. Die australische Regisseurin Cate Shortland wird ihren Film mit deutschem Cast u.a. in Hamburg und Schleswig-Holstein
realisieren.
Nach seinen eigenwilligen und bildintensiven Filmen BUNGALOW und MONTAG KOMMEN DIE FENSTER wagt Ulrich Köhler, Absolvent der HfbK, mit seinem Film DIE SCHLAFKRANKHEIT (150.000 Euro, Komplizen Film, München) thematisch und dramaturgisch einen neuen Schritt. Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen erzählt Köhler die Geschichte des Entwicklungshelfers Ebbo Velten, der sich zwischen seiner Familie in Deutschland und seiner Arbeit in Afrika entscheiden muss. Erneut arbeitet Ulrich Köhler bei seinem dritten Spielfilmprojekt mit dem bewährten Hamburger Team Patrick Orth (Kamera), Jochen Dehn (Szenenbildner) und Stefan Konken (Mischung) zusammen.
Weitere Förderungen siehe Website
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