Max Ophüls Preis 2010 geht an SchwerkraftBIS AUFS BLUT gewinnt Publikumspreis |
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Sonntag - 24. Januar 2010 - 16:51
Die Preise des 31. Filmfestivals Max Ophüls Preis sind vergeben! SCHWERKRAFT von Maximilian Erlenwein gewinnt mit drei Auszeichnungen: Hauptpreis (mit 18.00 € dotiert), Drehbuch und Sonderpreis für Fabian Hinrichs. Ebenso gingen drei Preise an BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG von Oliver Kienle: Verleihförderung, Publikumspreis und Preis der Schülerjury.
Der MAX OPHÜLS PREIS geht an den Regisseur Maximilian Erlenwein für seinen Film SCHWERKRAFT .
Jury-Begründung:
SCHWERKRAFT überzeugt durch absolute Stilsicherheit und erinnert in seinen besten Momenten an Filme der Coen Brothers. Der Film erzählt von den irrationalen Abgründen im menschlichen Charakter genauso wie den Sehnsüchten und der volatilen Suche nach einem intensiven Leben, Freiheit und Liebe. Der Film taucht seine Geschichte in absurden, schwarzen Humor und erzählt sie doch mit Wärme, Romantik und Herzlichkeit, was eine delikate Genre-Mischung und einen schwierigen Akt der Balance für den Regisseur und die Darsteller bedeutet, die sie bravourös gemeistert haben.
SCHWERKRAFT funktioniert sowohl als tiefgründige Charakterstudie als auch als Drama und subversive Komödie und schafft es, trotz seiner leicht überhöhten Art des Erzählens immer geerdet und lebensbejahend zu bleiben, publikumszugänglich, unterhaltsam, spielerisch und überraschend. Die Visualität von SCHWERKRAFT ist eine Kinovisualität, lakonisch, aber auch stilisiert, genau und modern, die schauspielerischen Leistungen von Fabian Hinrichs und Jürgen Vogel sind originell und treffsicher und das Casting bis in die kleinsten Rollen stimmig zusammengesetzt und in der Inszenierung überzeugend geführt. Wir freuen uns auf den nächsten Film von Maximilian Erlenwein.
Die Verleihförderung von je €9.000 geht zu gleichen Teilen an:
BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG von Oliver Kienle
und
DIE ENTBEHRLICHEN von Andreas Arnstedt.
BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG ist ein kraftvoller, linearer Film, der immer nach vorne geht, dynamisch, jung, verspielt und unterhaltsam. Der Regisseur erzählt seine kleinen Geschichten um Jugendkriminalität, Freundschaft, zerbrochene Träume und Verrat mit Selbstbewusstsein, Humor, Hoffnung und Herz. Er kennt das Umfeld, von dem er erzählt und stellt die Sprache und Kultur seiner Protagonisten glaubwürdig dar, ohne jemals den moralischen Zeigefinger über sie zu erheben. Außerdem spürt man BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG eine große Energie, Leidenschaft und Freude am Erzählen an und kann sich von den darstellerischen Leistungen der jungen Schauspieler begeistern lassen.
DIE ENTBEHRLICHEN von Regie Andreas Arnstedt (Foto rechts) ist ein Schauspielerfilm durch und durch, der vom Herzblut des Regisseurs und der Spielfreude des engagierten und gut geführten Ensembles lebt. In seinen stärksten Momenten ist der Film glaubhaft, direkt und berührend und erzählt in menschlicher, warmer und überraschender Art und Weise vom Leben, Glück und Leid einer Familie im Schatten der Gesellschaft.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung des jungen Schauspielers Oscar Böckelmann.
Die Jurymitglieder waren: Iris Baumüller-Michel, Thomas Imbach, Marco Kreuzpaintner, Simon Verhoeven, Thomas Woschitz.
(regie.de berichtete: 31. Max Ophülspreis benennt Jury)
Weitere Preise:
Der Preis des saarländischen Ministerpräsidenten: PICCO, Regie: Philip Koch
Der Preis für den Besten Kurzfilm: SCHONZEIT, Regie: Irene Ledermann
Der SR/ZDF-Drehbuchpreis: SCHWERKRAFT, Regie: Maximilian Erlenwein
Der Förderpreis der DEFA-Stiftung: LOURDES, Regie: Jessica Hausner
Der Preis für den Besten Dokumentarfilm geht zu gleichen Teilen an:
NIRGENDWO.KOSOVO, Regie: Silvana Santamaria
und
MY GLOBE IS BROKEN IN RWANDA, Regie: Katharina von Schroeder
Der Preis für den Mittellangen Film: RAMMBOCK, Regie: Marvin Kren
Sonderpreis für FABIAN HINRICHS für seine Rolle in „Schwerkraft”
Der Preis für die Beste Nachwuchsdarstellerin: NORA VON WALDSTÄTTEN
Der Preis für den Besten Nachwuchsdarsteller: SEBASTIAN URZENDOWSKY
Der Filmmusikpreis: ACADEMIA PLATONOS – PLATO’S ACADEMY, Regie: Filippos Tsitos
Der Publikumspreis: BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG, Regie: Oliver Kienle
Der Preis der Schülerjury: BIS AUFS BLUT – BRÜDER AUF BEWÄHRUNG, Regie: Oliver Kienle
Der Interfilmpreis: SUICIDE CLUB, Regie: Olaf Saumer
Alle Preisträger
Der MAX OPHÜLS PREIS 2010 fördert und honoriert Nachwuchs-Regisseure/innen im deutschsprachigen Raum. Der MAX OPHÜLS PREIS 2010, für den Spielfilme mit einer Länge ab ca. 65 Minuten nominiert werden können, ist dotiert mit €18.000 (inkl. €3.000 Kopienwert) und wird von der Jury ermittelt. Für den mit dem MAX OPHÜLS PREIS ausgezeichneten Film steht zusätzlich eine Verleihförderung in Höhe von €18.000 zur Verfügung. Dieser Preis kann auf Empfehlung des ausgezeichneten Regisseurs/der ausgezeichneten Regisseurin der Verleihfirma des Films in Deutschland, Österreich oder der Schweiz auf Antrag zugesprochen werden, die die Distribution des Films neu übernimmt. Der MAX OPHÜLS PREIS wird von CosmosDirekt, dem Hauptsponsor des Festivals, ausgestattet.
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